
In den letzten 25 Jahren hat sich der Goldverbrauch für die Schmuckproduktion vervierfacht. Weltweit werden rund 85 Prozent des geförderten Goldes zu Schmuck und etwa 12 Prozent in Industrie und Medizin verarbeitet. Allein für München wurden in dieser Zeit eine halbe Million Eheringe produziert.
Bei der Goldgewinnung fielen in den letzten 25 Jahren allein für die Eheringe der Münchner 2,6 Millionen Kubikmeter verseuchtes Erdreich an. Dieses würde unser gesamtes Stadtgebiet 10 Zentimeter hoch bedecken.
Gold wird heute meist in großen Minen im Tagebau abgebaut. Das Gestein muss abgesprengt werden. Hochgiftiges Zyanid löst die Goldspuren aus dem Gestein. Beim Goldabbau sind Zerstörung von Landschaften, Umweltverseuchung und Vergiftungen von Menschen nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Nach Angaben der Internationalen Arbeitsorganisation der UN sterben jährlich 15.000 Menschen an den Folgen des Goldabbaus.