Papier Fortsetzung

Papier einsparen wollen sieben Münchner Finanzinstitute durch Umstellung auf EDV oder durch Gebrauch von Recyclingpapier für internes Schriftgut. Die Hypovereinsbank AG spart zum Beispiel mit einem „digitalen Wertpapier-Ordner-Archiv“ und durch die Reduktion von Listen und Belegen circa 20 Millionen Blatt Papier ein.

Die 25 großen Verlage in München drucken fast ausschließlich auf weißem Papier, das meist nicht einmal einen geringen Recyclingpapieranteil enthält. Ein einziger Verlag verwendet für etwa 25 Prozent seiner Produkte reines Recyclingpapier, hauptsächlich für Zeitschriften und Sachbücher. Die Verleger argumentieren mit dem höheren Preis und der Papierqualität gegen Recyclingpapier. Die Bücher würden vergilben oder nach ein paar Jahren zerfallen. Beiden Aussagen wird von Umweltexperten widersprochen. Der für die Papierwahl der Verlage wohl entscheidendere Punkt ist die angebliche Präferenz der Kunden für weißes, glänzendes Papier.