Tropenholz

Zum Schutz der vom Holzeinschlag bedrohten Regenwälder, beschloss der Münchner Stadtrat 1990 einen kommunalen Tropenholzverzicht.

Als Reaktion auf die weltweit wachsende Kritik am Tropenholzeinschlag wurde auf Initiative des Holzhandels und einzelner Umweltverbände im Jahre 1993 der Forest Stewardship Council (FSC) gegründet. Der FSC ist eine internationale Initiative, die nach eigens aufgestellten Prinzipien die Kennzeichnung von umwelt- und sozialverträglicher Waldwirtschaft überwachen will.

Vor diesem Hintergrund diskutierte der Münchner Stadtrat im Oktober 2003, ob wieder Tropenholz - allerdings nur mit FSC-Siegel - verwendet werden kann. Nach intensiver Beratung wurde beschlossen, den seit 1990 gültigen Verzicht auf Tropenholz für weitere zwei Jahre beizubehalten und die Entwicklung des Marktes für zertifiziertes Holz zu beobachten.

Diese Entscheidung macht es auch den Umweltverbänden möglich, mit den Stadträten in Dialog zu treten über die durchaus kritisch geführte Diskussion um FSC-Tropenholz. Auch die daraus gewonnen Erkenntnisse können dann in die Fortschreibung des ökologischen Kriterienkatalogs der Stadt ab 2006 einfließen.